Agenda für Deutschland

Kapitel 06

Fachkräfte­sicherung

base_greyStand 2018

In den Jah­ren bis → 2030 kön­nen die Un­ter­neh­men durch­ge­hend ih­ren Fach­kräf­te­be­darf de­cken.

Die Un­ter­neh­men in Bay­ern und Deutsch­land kön­nen sich im glo­ba­len Wett­be­werb nur mit In­no­va­ti­ons­kraft und Know-how lang­fris­tig be­haup­ten. Da­für brau­chen die Un­ter­neh­men gut aus­ge­bil­de­te Mit­ar­bei­ter. Al­ler­dings gibt es in al­len Lan­des­tei­len Bay­erns und über die meis­ten Bran­chen hin­weg Fach­kräf­teen­g­päs­se auf al­len Qua­li­fi­ka­ti­ons­ni­veaus.

Po­li­tik und Wirt­schaft sind hier ge­mein­sam ge­for­dert, bei der Fach­kräf­te­si­che­rung al­le denk­ba­ren Po­ten­zia­le aus­zu­schöp­fen, um die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Un­ter­neh­men und den Wohl­stand der Ge­sell­schaft zu si­chern. Es muss ge­lin­gen, ver­schie­de­ne Ziel­grup­pen zu er­rei­chen und zu för­dern, ins­be­son­de­re Ju­gend­li­che mit För­der­be­darf, Lang­zeit­ar­beits­lo­se, Frau­en und Äl­te­re.

Wer al­le hei­mi­schen Po­ten­zia­le nutzt, um dem Fach­kräf­te­man­gel ge­zielt zu be­geg­nen, muss auch die Mi­gra­ti­on in den Fo­kus rü­cken. Hier­bei gilt es ge­ra­de, Zu­wand­rung in den Ar­beits­markt ge­ziel­ter zu steu­ern, aber auch die An­stren­gun­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re fort­zu­set­zen, Flücht­lin­ge in den Aus­bil­dungs- und Ar­beits­markt zu in­te­grie­ren.

Es muss ein ganz­heit­li­cher An­satz zur Fach­kräf­te­si­che­rung auf al­len po­li­ti­schen Ebe­nen ver­folgt wer­den.

Um die Er­werbs­be­tei­li­gung von Frau­en wei­ter zu er­hö­hen und Frau­en in Teil­zeit die Mög­lich­keit zu ge­ben, ih­re Ar­beits­zeit aus­zu­wei­ten, muss der qua­li­ta­ti­ve und quan­ti­ta­ti­ve Aus­bau von Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen, Ganz­tags­schu­len und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen wei­ter vor­an­ge­trie­ben wer­den.

Die Po­ten­zia­le Äl­te­rer am Ar­beits­markt müs­sen kon­se­quen­ter ge­nutzt wer­den. Fehl­an­rei­ze für ein früh­zei­ti­ges Aus­schei­den aus dem Be­ruf müs­sen be­sei­tigt wer­den und es gilt, die Über­gän­ge vom Er­werbs­le­ben in den Ru­he­stand wei­ter zu fle­xi­bi­li­sie­ren, um Äl­te­re mög­lichst lan­ge im Be­ruf zu hal­ten.

Die In­te­gra­ti­on in den ers­ten Ar­beits­markt muss ab­so­lu­te Prio­ri­tät ge­nie­ßen. So­lan­ge am ers­ten Ar­beits­markt Fach­kräf­te feh­len, wirkt ein zwei­ter Ar­beits­markt kon­tra­pro­duk­tiv.

Teil­qua­li­fi­zie­run­gen sind ein be­währ­tes In­stru­ment für An- und Un­ge­lern­te und müs­sen da­her wei­ter ge­för­dert und flä­chen­de­ckend zum Ein­satz ge­bracht wer­den.

Ne­ben der Aus­schöp­fung al­ler in­län­di­schen Po­ten­zia­le brau­chen wir zur Fach­kräf­te­si­che­rung ei­ne ge­steu­er­te und ar­beits­markt­ori­en­tier­te Zu­wan­de­rung.

Im Be­reich der Flücht­lings­in­te­gra­ti­on muss der Dul­dungs­tat­be­stand zum Zwe­cke ei­ner Aus­bil­dung auf das In­stru­ment der Ein­stiegs­qua­li­fi­zie­rung aus­ge­wei­tet, das Be­schäf­ti­gungs­ver­bot in der Zeit­ar­beit auf­ge­ho­ben und der Zu­gang zu al­len För­der­leis­tun­gen der Be­rufs­aus­bil­dung mit Ab­schluss ei­nes Aus­bil­dungs­ver­trags er­mög­licht wer­den.

Publikationen

Position

IdA 1.000 - Asyl­be­wer­ber er­folg­reich in den Ar­beits­markt in­te­grie­ren

Position

Flücht­lings­in­te­gra­ti­on

Information

Chan­ce Teil­qua­li­fi­zie­rung – Kom­pe­ten­te Fach­kräf­te für Ih­ren Be­trieb

Position

Frau­en in der Ar­beits­welt - ein Ak­ti­ons­pro­gramm

01
Arbeit und Soziales
02
Digitale Trans­formation
03
Energie­system
04
Mobilität
05
Bildung
06
Fachkräfte­sicherung
07
Tech­nologie und Wachstums­standort
08
Steuern und Finanzen
09
Europa und Inter­nationaler Handel
10
Sicherheit