Agenda für Deutschland

Kapitel 09

Europa und Inter­nationaler Handel

base_greyStand 2018

Bis → 2025 ha­ben wir ei­ne leis­tungs­fä­hi­ge, wett­be­werbs­fä­hi­ge, ge­schlos­se­ne und we­ni­ger bü­ro­kra­ti­sche Eu­ro­päi­sche Uni­on oh­ne zu­sätz­li­che Trans­fers, in der je­des Land für sei­ne Schul­den – und wei­ter­hin auch für sei­ne so­zia­len Si­che­rungs­sys­te­me – selbst ver­ant­wort­lich ist. Der freie Welt­han­del darf nicht ein­ge­schränkt wer­den. Statt­des­sen gilt es, welt­wei­te Han­dels- und In­ves­ti­ti­ons­be­schrän­kun­gen wei­ter ab­zu­bau­en.

Ei­ne gu­te Zu­kunft ist nur in Eu­ro­pa und mit Eu­ro­pa mög­lich. Die eu­ro­päi­sche In­te­gra­ti­on bringt nicht nur wirt­schaft­li­che Vor­tei­le. Ei­ne Ge­mein­schaft mit 500 Mil­lio­nen Men­schen hat in der Welt auch ein viel stär­ke­res Ge­wicht als ei­ne mit 80 Mil­lio­nen. Wir brau­chen nicht un­be­dingt mehr Eu­ro­pa, son­dern ein bes­se­res

Eu­ro­pa.
Auch jen­seits der Eu­ro­päi­schen Uni­on ist der freie Han­del von be­son­de­rer Be­deu­tung. Wir be­trach­ten die welt­wei­ten pro­tek­tio­nis­ti­schen Ten­den­zen mit gro­ßer Sor­ge. Ein frei­er und fai­rer Welt­han­del ist für un­se­ren Wohl­stand ent­schei­dend.

Im Einzelnen fordern wir:

Ei­ne ver­tief­te Zu­sam­men­ar­beit auf eu­ro­päi­scher Ebe­ne bei der Wei­ter­ent­wick­lung des di­gi­ta­len Bin­nen­markts, bei der Voll­endung des En­er­gie­bin­nen­markts so­wie bei der Au­ßen- und Si­cher­heits­po­li­tik, zu der ganz we­sent­lich die Grenz­si­che­rung und die Flücht­lings­in­te­gra­ti­on ge­hö­ren.

Ei­ne Ab­sa­ge an Be­stre­bun­gen, die So­zi­al­po­li­tik auf eu­ro­päi­scher Ebe­ne zu re­geln, denn nach dem Sub­si­dia­ri­täts­prin­zip ist die Be­schäf­ti­gungs- und So­zi­al­po­li­tik Sa­che der Mit­glied­staa­ten – und muss es blei­ben.

Die Brex­it-Ver­hand­lun­gen im Sin­ne der deut­schen Wirt­schaft zu be­glei­ten, denn die Wirt­schaft braucht schleu­nigst Be­re­chen­bar­keit und Rechts­si­cher­heit. Un­ter­neh­men müs­sen ein­schät­zen kön­nen, wel­che Kon­se­quen­zen der Brex­it im Hin­blick auf Vor­schrif­ten,

Grenz­kon­trol­len, Be­schäf­tig­te, Pro­dukt­stan­dards, Zöl­le und Steu­ern hat, um sich in­tern dar­auf ein­stel­len zu kön­nen.

Ein kla­res Be­kennt­nis zum frei­en und fai­ren Welt­han­del.

Ei­ne re­gel­ba­sier­te, re­zi­pro­ke Han­dels- und In­ves­ti­ti­ons­po­li­tik mit der Ziel­set­zung, Han­dels- und In­ves­ti­ti­ons­hin­der­nis­se ab­zu­bau­en und zur Öff­nung von Märk­ten bei­zu­tra­gen.

Das Ein­for­dern von ver­läss­li­chen glo­ba­len Han­dels­re­geln und de­ren ef­fi­zi­en­te Voll­stre­ckung durch die WTO.

Auf den Ab­schluss und die na­tio­na­le Ra­ti­fi­zie­rung mo­der­ner Frei­han­dels- und In­ves­ti­ti­ons­schutz­ab­kom­men und de­ren brei­te Ak­zep­tanz in der Öf­fent­lich­keit hin­zu­ar­bei­ten.

Publikationen

Position

Brex­it ge­stal­ten - Rechts­si­cher­heit für die Wirt­schaft er­hal­ten

01
Arbeit und Soziales
02
Digitale Trans­formation
03
Energie­system
04
Mobilität
05
Bildung
06
Fachkräfte­sicherung
07
Tech­nologie und Wachstums­standort
08
Steuern und Finanzen
09
Europa und Inter­nationaler Handel
10
Sicherheit